Achsvermessung · Model 3 · Y · S · X

Achsvermessung für Ihren Tesla. Nach Herstellervorgabe, nicht nach Gefühl.

Lenkrad steht schief, die Hinterreifen sind innen abgefahren, der Wagen wird bei Tempo unruhig? Bei einem Tesla reicht es nicht, ihn einfach auf den Messstand zu fahren. Wir messen zuerst die Fahrhöhe, prüfen Fahrwerk und Lenkung, stellen alle Werte nach den Sollwerten von Tesla ein und setzen anschließend den Lenkwinkel über die Herstellersoftware zurück. Komplett zum Festpreis.

Festpreis 199 € ✓ Fahrhöhe vorab gemessen ✓ Inkl. EPAS-Check ✓ Protokoll vorher / nachher
Spur in der Draufsichtschematisch, stark übertrieben
Fahrtrichtung ↑
verstellt: Reifen radieren eingestellt: sauberer Geradeauslauf

Die Animation zeigt das Prinzip. Echte Abweichungen liegen im Bereich von Zehntelgrad und sind mit bloßem Auge nicht zu sehen.

Wann vermessen?

Diese Anzeichen sollten Sie ernst nehmen

Ein Tesla ist schwer, hat viel Drehmoment und fährt meist auf breiten, teuren Reifen. Stimmt die Achsgeometrie nicht, merken Sie das zuerst am Reifenverschleiß und am Geradeauslauf.

01

Reifen innen abgefahren

Ein klassisches Bild bei Model 3 und Model Y: Die Hinterreifen sind an der Innenschulter blank, außen ist noch reichlich Profil. Oft fällt das erst auf, wenn es zu spät ist, weil man die Innenseite kaum sieht.

02

Lenkrad steht schief

Sie fahren geradeaus, aber das Lenkrad zeigt leicht nach links oder rechts. Das stört nicht nur, sondern kann auch auf verstellte Spur oder ein verbogenes Bauteil hinweisen.

03

Wagen zieht oder ist unruhig

Das Auto zieht auf gerader Strecke zu einer Seite, oder es wirkt auf der Autobahn nervös und verlangt ständige Lenkkorrekturen. Beides kann an der Achsgeometrie liegen.

04

Nach Schlagloch, Bordstein oder Umbau

Ein harter Schlag in ein Schlagloch, Kontakt mit dem Bordstein, neue Reifen, getauschte Lenker, Dämpfer oder eine Tieferlegung: Danach sollte die Achse geprüft und neu eingestellt werden.

Unser Tipp: Lassen Sie die Achse vermessen, wenn Sie neue Reifen aufziehen. Ein Satz Tesla-Reifen ist teuer. Mit sauber eingestellter Achse halten die neuen Reifen deutlich länger und verschleißen gleichmäßig.

Worauf es ankommt

Warum ein Tesla anders vermessen wird

Viele Werkstätten vermessen einen Tesla wie jedes andere Auto: draufstellen, Spur einstellen, fertig. Damit die Werte im Alltag wirklich passen und das Auto danach sauber geradeaus läuft, kommt es beim Tesla auf ein paar Dinge besonders an.

  • 📏
    Fahrhöhe messen, bevor eingestellt wirdDas ist einer der wichtigsten Schritte. Federn und Lager setzen sich mit den Jahren, besonders bei einem schweren E-Auto. Sinkt die Karosserie ab, verändern sich automatisch Sturz und Spur. Deshalb messen wir zuerst die Fahrhöhe an allen vier Ecken, vergleichen sie mit den Sollwerten und prüfen den Reifendruck. Bei Model S und Model X mit Luftfederung bringen wir das Fahrzeug über die Herstellersoftware auf das vorgegebene Niveau.
  • 🩺
    Erst Fahrwerk prüfenVor jeder Vermessung prüfen wir das Fahrwerk auf ausgeschlagene Lager, Lenker, Traggelenke und Spurstangen. Auf verschlissenen Teilen hält keine Einstellung lange. Was wir finden, besprechen wir mit Ihnen, bevor es weitergeht.
  • 🔧
    Erfahrung statt EinstellschraubeModel 3 und Model Y haben für Sturz und Nachlauf keine eigenen Einstellpunkte. An der Vorderachse werden sie über das Spiel in den Lagerpunkten der oberen Dreieckslenker eingestellt. Das braucht Erfahrung und Geduld, sonst bleibt es bei „gerade so in der Toleranz“. Model S und Model X haben dafür an der Vorderachse Exzenterschrauben.
  • 💻
    Offset löschen und EPAS-CheckDie elektrische Servolenkung (EPAS) gleicht einen leichten Schiefzug selbstständig aus und merkt sich dafür einen Lenkwinkel-Offset. Nach der Vermessung passt dieser alte Wert nicht mehr zur neuen Achse. Deshalb löschen wir ihn im Service-Modus und fahren anschließend den EPAS-Check, den „Offset Drive Test“: mindestens 500 Meter exakt geradeaus mit mindestens 30 km/h. Dabei misst das System, ob und wie stark es gegensteuern muss, und lernt den neuen Geradeauslauf an. Das ist nicht nur für ein gerades Lenkrad wichtig. Ihr Tesla überwacht den Lenkwinkel während der Fahrt, und Autopilot und Fahrassistenz arbeiten mit diesem Wert.
Kurz erklärt

Spur, Sturz und Nachlauf: Was bedeutet das?

Drei Winkel entscheiden darüber, wie Ihr Tesla geradeaus läuft, wie er lenkt und wie gleichmäßig die Reifen verschleißen. Tippen Sie auf einen Begriff.

Spur

Die Spur beschreibt, ob die Räder von oben gesehen exakt geradeaus zeigen oder leicht nach innen (Vorspur) oder außen (Nachspur). Schon kleine Abweichungen lassen die Reifen bei jedem Meter seitlich radieren.

  • Falsch eingestellt merken Sie an: schiefem Lenkrad, Ziehen zur Seite, sägezahnartigem Abrieb
  • Beim Tesla: Die Spur ist vorn und hinten einstellbar und der wichtigste Hebel gegen schnellen Reifenverschleiß

Sturz

Der Sturz ist die Neigung des Rades, von vorn betrachtet. Ein leicht negativer Sturz (oben nach innen) verbessert den Halt in Kurven. Ist er zu stark, trägt die Innenschulter des Reifens fast die ganze Last.

  • Falsch eingestellt merken Sie an: einseitig abgefahrener Innen- oder Außenschulter
  • Beim Tesla: Model 3 und Model Y haben ab Werk spürbar negativen Sturz an der Hinterachse. Nach einer Tieferlegung wird er noch negativer. Deshalb prüfen wir ihn nach jedem Fahrwerksumbau.

Nachlauf

Der Nachlauf ist die Neigung der Lenkachse, von der Seite betrachtet. Er sorgt dafür, dass sich die Lenkung nach einer Kurve von selbst zurückstellt und das Auto stabil geradeaus läuft, wie bei einem Einkaufswagen-Rad.

  • Falsch eingestellt merken Sie an: nervösem Geradeauslauf, ungleichem Lenkgefühl nach links und rechts
  • Beim Tesla: Unterschiede zwischen links und rechts weisen oft auf verschlissene oder verbogene obere Dreieckslenker hin
Warum „grün“ nicht reicht

Innerhalb der Toleranz ist nicht automatisch gut eingestellt

Jeder Messstand zeigt Werte innerhalb der Herstellertoleranz grün an. Bei Tesla sind diese Fenster teilweise sehr breit. Ein Beispiel aus dem Werkstatthandbuch:

Sturz hinten, Model 3 (2017–2023)Sollwert −0,90° ± 1,0°
Sollwert −0,90° −1,85°: „grün“ Innenschulter leidet unser Ziel so nah an der Mitte wie möglich −1,90° +0,10°
  • Toleranzfenster−1,90° bis +0,10°
  • Sollwert, unser Ziel−0,90°
  • Noch „grün“, aber die Innenschulter leidet−1,85°

Beide Fahrzeuge bekämen auf dem Messausdruck ein grünes Häkchen. Das eine fährt seine Hinterreifen innen in wenigen zehntausend Kilometern blank, das andere nutzt die Lauffläche gleichmäßig. Deshalb stellen wir nicht auf „grün“ ein, sondern so nah an den Sollwert, wie es die Achse zulässt. Genauso wichtig ist der Unterschied zwischen links und rechts: Sturz und Nachlauf sollten auf beiden Seiten möglichst gleich sein, sonst zieht das Auto.

Sollwerte am Beispiel Model 3 (2017–2023), Schraubenfeder

Tesla gibt zwei Messmethoden an: mit Zuladung (je 68 kg auf beiden Vordersitzen) und ohne Zuladung. Die Werte unterscheiden sich deutlich, deshalb muss die Methode zu den Sollwerten passen.

Messwertmit Zuladungohne Zuladung
vornehintenvornehinten
Sturz−0,50° ± 0,45°−1,00° ± 1,0°−0,30° ± 0,45°−0,90° ± 1,0°
Sturzdifferenz links/rechts± 0,60°± 0,80°± 0,60°± 0,60°
Nachlauf5,70° ± 1,0°–5,70° ± 1,0°–
Nachlaufdifferenz links/rechts± 1,0°–± 1,0°–
Einzelspur0,05° ± 0,15° Nachspur0,20° ± 0,15° Vorspur0,06° ± 0,05° Vorspur0,18° ± 0,05° Vorspur
Spurdifferenz links/rechts± 0,10°± 0,10°± 0,10°± 0,10°
Fahrhöhe (ohne Performance)141 mm148 mm153 mm157 mm

← Tabelle seitlich wischen →

Quelle: Tesla Service Manual, Model 3 (2017–2023), Wheel Alignment Specifications. Die Fahrhöhe wird 75 mm innen vom Aufnahmepunkt an jeder Ecke des Akkus gemessen. Für Model Y, Model S, Model X, Performance-Versionen und neuere Baujahre gelten eigene Werte. Wir arbeiten immer mit den Daten für Ihr Fahrzeug. Auffällig: Die Toleranz der Einzelspur ist ohne Zuladung mit ± 0,05° dreimal so eng wie mit Zuladung.

Messwerte im Detail

Was bei der Achsvermessung gemessen wird und warum

Eine gute Vermessung ist mehr als „Spur einstellen“. Wir messen alle Werte der Achsgeometrie. Ein Teil davon wird eingestellt. Der andere Teil lässt sich nicht verstellen, verrät aber, ob etwas verbogen oder verschlissen ist.

1 Einstellwerte: die stellen wir ein

Spur vorne

Der Winkel jedes Vorderrades zur geometrischen Fahrachse, von oben betrachtet. Zeigen die Räder vorn zusammen, spricht man von Vorspur, zeigen sie auseinander, von Nachspur. Die Summe beider Räder ist die Gesamtspur.

Warum: Bestimmt Geradeauslauf, Lenkradstellung und wie stark die Reifen radieren. Zu viel Vorspur verschleißt die Außenschultern und macht das Auto nervös, zu viel Nachspur verschleißt die Innenschultern und macht die Lenkung schwammig. Schon wenige Zehntelgrad kosten spürbar Reifenlaufleistung.

Spur hinten

Der Winkel jedes Hinterrades zur Fahrzeugmitte (Symmetrieachse), einzeln und gesamt.

Warum: Legt fest, in welche Richtung das Heck schiebt, und ist damit die Basis für alles Weitere. Beim Model 3 und Model Y zusammen mit dem Sturz der Hauptgrund für innen abgefahrene Hinterreifen.

Sturz vorne und hinten

Die Neigung der Radebene gegenüber der Senkrechten, von vorn betrachtet. Oben nach innen geneigt ist negativer Sturz. Vorn wird er in Lenkmittelstellung gemessen, hinten in Geradeausstellung.

Warum: Etwas negativer Sturz gibt Halt in Kurven, zu viel belastet die Reifeninnenseite. Unterschiede zwischen links und rechts lassen das Auto zu einer Seite ziehen.

Nachlauf vorne

Die Neigung der Lenkachse nach hinten, von der Seite betrachtet. Er lässt sich nicht direkt ablesen, sondern wird über eine definierte Lenkeinschlag-Messung (20°) aus der Sturzänderung berechnet.

Warum: Sorgt für Stabilität bei hohem Tempo und dafür, dass sich die Lenkung nach der Kurve von selbst zurückstellt. Ungleicher Nachlauf links und rechts macht den Geradeauslauf nervös.

Lenkradstellung und Lenkwinkel

Das Lenkrad wird mit einer Lenkradwaage exakt mittig fixiert, danach wird der Lenkwinkel im Fahrzeug neu angelernt.

Warum: Damit das Lenkrad gerade steht und Autopilot und Fahrassistenz mit dem richtigen Geradeaus-Wert arbeiten.

2 Diagnosewerte: die verraten Schäden

Fahrachswinkel

Die Richtung, in die die Hinterachse das Auto schiebt, verglichen mit der Fahrzeugmitte.

Warum: Die geometrische Fahrachse ist die Winkelhalbierende der Gesamtspur hinten. Weicht sie von der Fahrzeugmitte ab, fährt das Auto leicht schräg („Hundegang“), und das Lenkrad steht schief, obwohl vorne alles stimmt. Deshalb stellen wir immer zuerst hinten ein und richten dann die Vorderachse an der Fahrachse aus.

Spreizung

Die Neigung der Lenkachse nach innen, von vorn betrachtet. Sie wird wie der Nachlauf über den Lenkeinschlag ermittelt und ist nicht einstellbar. Zusammen mit dem Sturz ergibt sie den Kombi-Winkel.

Warum: Spreizung und Nachlauf sorgen dafür, dass sich die Lenkung von selbst zurückstellt. Unterscheidet sich die Spreizung links und rechts, ist oft ein Achsschenkel oder Lenker verbogen. Über den Kombi-Winkel lässt sich eingrenzen, welches Bauteil betroffen ist.

Spurdifferenzwinkel

In der Kurve muss das kurveninnere Rad stärker einschlagen als das äußere. Gemessen wird der Unterschied bei 20° Einschlag des inneren Rades, nach links und nach rechts.

Warum: Weicht er ab, deutet das auf verbogene Spurstangen oder Lenkhebel hin. Die Reifen radieren dann in jeder Kurve.

Radversatz und Radstandsdifferenz

Ob ein Rad weiter vorn oder hinten sitzt als auf der anderen Seite.

Warum: Ein typischer Hinweis auf verschobene oder verbogene Bauteile, zum Beispiel nach einem Schlagloch oder Unfall.

Spurweitendifferenz

Ob Vorder- und Hinterachse seitlich zueinander versetzt sind.

Warum: Zeigt, ob eine Achse oder ein Hilfsrahmen verschoben ist. So etwas lässt sich nicht wegstellen, sondern muss repariert werden.

Maximaler Lenkeinschlag

Der größte Lenkwinkel des inneren und äußeren Rades nach links und rechts.

Warum: Bestimmt den Wendekreis. Ungleiche Werte links und rechts deuten auf eine falsch zentrierte Lenkung oder verbogene Teile hin.

Fahrhöhe

Der Abstand der Karosserie zur Fahrbahn an allen vier Ecken.

Warum: Setzt sich das Fahrwerk, verändern sich Sturz und Spur automatisch mit. Ohne passende Fahrhöhe ist jede Einstellung nur eine Momentaufnahme.

Fallen Diagnosewerte aus der Toleranz, zeigen wir Ihnen das im Protokoll und erklären, welches Bauteil vermutlich betroffen ist. Getauscht wird nur nach Ihrer Freigabe.

Ablauf

So vermessen wir Ihren Tesla, Schritt für Schritt

  1. 1

    Fahrwerksprüfung

    Wir prüfen Reifengröße, Profiltiefe und Verschleißbild sowie Spiel in Spurstangen, Traggelenken, Dreieckslenkern, Radlagern und Lagern, dazu Dämpfer und Federn. Eine Vermessung auf ausgeschlagenen Teilen hält nicht.

  2. 2

    Fahrhöhe und Reifendruck

    Reifendruck nach Herstellerangabe, Fahrhöhe an allen vier Ecken an den vorgegebenen Messpunkten gemessen und mit den Sollwerten verglichen. Hat sich das Fahrwerk gesetzt, sehen wir das hier. Bei Luftfederung wird die Fahrhöhenkalibrierung über die Herstellersoftware geprüft und die Niveauregelung für die Messung gesperrt.

  3. 3

    Aufbauen und kompensieren

    Das Fahrzeug steht auf der ebenen, kalibrierten Messbühne, vorn auf Drehtellern, hinten auf Schiebeplatten. Die Messwertaufnehmer werden an den Felgen befestigt. Bei der Felgenschlagkompensation wird das Rad bewegt, damit Felgenschlag und Klemmfehler herausgerechnet werden. Danach Platten entriegeln, Fahrzeug einfedern, Bremspedal feststellen.

  4. 4

    Eingangsmessung

    Mit der Lenkeinschlag-Routine ermitteln wir Nachlauf, Spreizung und Spurdifferenzwinkel. Dazu kommen Spur, Sturz, Fahrachswinkel, Radversatz und Spurweitendifferenz. Diese Werte zeigen den Zustand, in dem Ihr Tesla zu uns kam.

  5. 5

    Einstellen: Wir holen raus, was rauszuholen ist

    Zuerst die Hinterachse: Sturz und Spur, damit die Fahrachse stimmt. Dann die Vorderachse: Sturz und Nachlauf, so weit es die Lagerpunkte zulassen, links und rechts möglichst gleich. Zum Schluss wird das Lenkrad mit der Lenkradwaage exakt mittig fixiert und die Spur vorn über die Spurstangen eingestellt. Deshalb dauert eine Vermessung bei uns rund zwei Stunden, oft auch länger.

  6. 6

    Ausgangsmessung

    Alle Werte werden erneut gemessen und mit den Sollwerten verglichen. Was noch nicht passt, wird nachgestellt.

  7. 7

    Offset löschen und EPAS-Check

    Der alte Lenkwinkel-Offset wird im Service-Modus gelöscht. Danach starten wir unter „Chassis › Alignment and Tires“ den Offset Drive Test und fahren auf einem ebenen, geraden Stück mindestens 500 Meter mit mindestens 30 km/h exakt geradeaus. Das System misst, wie stark die Servolenkung gegensteuern muss, und lernt den neuen Geradeauslauf an. So arbeiten Lenkung, Autopilot und Fahrassistenz wieder sauber mit der neu eingestellten Achse.

  8. 8

    Protokoll für Sie

    Sie bekommen das Messprotokoll mit allen Werten vorher und nachher und eine Einschätzung zum Zustand Ihrer Reifen.

Diagnose

Was Reifen und Fahrverhalten verraten

Bevor wir messen, schauen wir uns die Reifen an. Das Verschleißbild zeigt oft schon, wo das Problem liegt, und ob die Achse überhaupt die Ursache ist.

Reifenbild lesen

VerschleißbildTypische Ursache
Innenschulter einseitig abgefahrenZu viel negativer Sturz, Nachspur. Bei Model 3 und Model Y häufig an der Hinterachse.
Außenschulter einseitig abgefahrenZu viel Vorspur oder positiver Sturz, oft vorne
Sägezahn quer über die ProfilblöckeSpurfehler, falscher Reifendruck. Leicht ausgeprägt auch normal.
Mitte stärker abgefahrenZu hoher Reifendruck oder hohe Antriebsmomente. Bei kräftig beschleunigenden E-Autos typisch.
Beide Schultern stärker abgefahrenZu niedriger Reifendruck oder dauerhaft hohe Last
Auswaschungen, unregelmäßige MuldenVerschlissene Stoßdämpfer oder Unwucht. Hier hilft keine Vermessung, sondern ein Blick auf das Fahrwerk.

Symptom und mögliche Ursache

SymptomMögliche Ursache
Lenkrad steht schief bei GeradeausfahrtFahrachswinkel, ungleiche Einzelspur vorn, Lenkwinkel-Offset nicht zurückgesetzt
Zieht nicht spürbar, Reifen trotzdem einseitig abgefahrenDie Servolenkung gleicht einen Schiefzug unmerklich aus. Bei der Vermessung wird die verstellte Achse sichtbar.
Zieht dauerhaft zu einer SeiteUnterschied im Nachlauf oder Sturz links/rechts, Reifenkonizität. Zum Test die Vorderräder seitlich tauschen.
Driftet nur auf bestimmten StraßenOft die Querneigung der Fahrbahn und kein Defekt
Unruhig bei hohem TempoSpur, Nachlauf, Unwucht oder verschlissene Dämpfer
Lenkung stellt schlecht zurückZu wenig Nachlauf oder Spreizung, schwergängige Gelenke
Knarzen beim LenkenTraggelenke der oberen Dreieckslenker. Ein Fall für die Reparatur, nicht für die Vermessung.
Mehr als Vermessung

Achse eingestellt, aber der Tesla fährt trotzdem schwammig?

Die Vermessung bringt die Geometrie in Ordnung. Gegen ein Fahrwerk, das bei hohem Tempo nachschwingt und über Querfugen poltert, hilft sie nicht. Dafür haben wir unser Komfort-Fahrwerk für Model 3 und Model Y zusammengestellt, inklusive Achsvermessung.

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Häufige Fragen

Fragen zur Achsvermessung

Was kostet die Achsvermessung für meinen Tesla?

Die Komplettvermessung kostet bei uns 199 € Festpreis inkl. MwSt. Enthalten sind die Fahrwerksprüfung vorab, das Einstellen von Spur, Sturz und Nachlauf, das Löschen des Lenkwinkel-Offsets mit anschließendem EPAS-Check und das Messprotokoll. Verschlissene Teile sind nicht enthalten. Wir tauschen sie nur nach Ihrer Freigabe.

Wie lange dauert die Achsvermessung?

Planen Sie rund zwei Stunden ein, oft auch etwas mehr. Wir stellen nicht nur die Spur ein, sondern holen aus der Achse heraus, was herauszuholen ist. Das braucht Zeit, vor allem bei Model 3 und Model Y ohne eigene Einstellpunkte für Sturz und Nachlauf.

Was ist der EPAS-Check?

EPAS ist die elektrische Servolenkung Ihres Teslas. Sie gleicht einen leichten Schiefzug selbstständig aus und speichert dafür einen Lenkwinkel-Offset. Nach der Vermessung löschen wir diesen alten Wert und fahren den Offset Drive Test: mindestens 500 Meter auf einem ebenen, geraden Stück mit mindestens 30 km/h exakt geradeaus. Dabei misst das System, wie stark es gegensteuern muss, und lernt den neuen Geradeauslauf an. Erst danach arbeiten Lenkung und Fahrassistenz wieder sauber mit der neu eingestellten Achse.

Warum sind die Hinterreifen meines Model 3 oder Model Y innen abgefahren?

Model 3 und Model Y haben an der Hinterachse ab Werk einen deutlich negativen Sturz. Kommt eine verstellte Spur dazu, wird die Innenschulter stark belastet und verschleißt schnell. Mit einer genauen Vermessung lässt sich das deutlich verbessern. Bereits abgefahrene Reifen werden dadurch natürlich nicht wieder neu.

Wie oft sollte ich meinen Tesla vermessen lassen?

Wir empfehlen eine Vermessung bei jedem neuen Reifensatz, nach Arbeiten an Fahrwerk oder Lenkung und nach einem harten Schlag gegen Bordstein oder Schlagloch. Fallen Ihnen ein schiefes Lenkrad oder ungleichmäßig abgefahrene Reifen auf, sollten Sie nicht bis zum nächsten Reifenwechsel warten.

Mein Lenkrad steht nach einer Vermessung schief. Woran liegt das?

Häufig wurde der Lenkwinkel-Offset im Fahrzeug nicht zurückgesetzt. Tesla sieht dafür nach der Vermessung einen eigenen Schritt im Service-Modus vor. Der Wert ist auch für Autopilot und Fahrassistenz wichtig, weil das Fahrzeug den Lenkwinkel während der Fahrt ständig überwacht. Wir erledigen das mit der Herstellersoftware gleich mit.

Vermessen Sie auch tiefergelegte Teslas?

Ja. Nach einer Tieferlegung verändert sich vor allem der Sturz. Wir stellen das Fahrzeug so gut ein, wie es die Achse zulässt, und sagen Ihnen ehrlich, wenn Werte nur mit zusätzlichen Teilen in den Sollbereich kommen.

Geht das auch bei Model S und Model X mit Luftfederung?

Ja. Bei Luftfederung muss das Fahrzeug für die Messung auf das vorgegebene Niveau gebracht werden. Das machen wir über die Herstellersoftware, damit die Luftfederung während der Messung nicht nachregelt.

Termin & Anfrage

Ihr Tesla auf unseren Messstand: 199 € Festpreis

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